17 Zoom-Objektive, wer hätte das gedacht

 

Fast sechs Jahrzehnte sind vergangen, seit die ersten Zoomobjektive zur Verfügung standen. Zunächst für Filmkameras und ab 1959 für Spiegelreflexkameras. Das legendäre Voigtländer Objektiv war mit 1:2,8 sehr lichtstark, sein Bereich von 36-82 mm, aus heutiger Sicht recht bescheiden. Auch andere Hersteller boten zunächst 2x bis 3x Zooms an. Allmählich wagten sich Firmen an Linsen mit einem zunehmend größeren Bereich. Die Qualität reichte allerdings bei so manchen gerade mal für 10 × 15 cm Bilder.

 

Erst die Entwicklung rationeller Herstellungsverfahren von asphärischen Linsen unter Einsatz unterschiedlicher Spezialgläser, ebnete den Weg zum heutigen Standard. Abgesehen vom besonders großen Bereich bei Video – Kompakt – und Bridgekameras, gibt es für System Kameras – mit und ohne Spiegel – mittlerweile auch etliche Universalzooms mit beachtlichen Bereichen. Zum Beispiel das Sigma 18-300 mm Objektiv für Kameras mit APS-C (DX) Sensor, das einen Zoom-Faktor von fast 17x erreicht.

 

Umgerechnet auf das Kleinbildformat entspricht das 28-480 mm !!! Für einen solchen Bereich musste man in früheren Zeiten sechs, wenn nicht sogar noch mehr, Festbrennweiten in die Fototasche stopfen.

 

Da das angeführte Objektiv auch im Nahbereich seinen Mann stellt, (kleinstes Objektfeld 4,5 × 6,75 cm, das ist weniger als eine Visitenkarte) ist die Bezeichnung Universal-Zoom durchaus berechtigt. Und die Qualität? Klar, spezielle Festbrennweiten und teure Zooms mit geringeren Bereichen leisten mehr. Aber vor allen in punkto Schärfe überrascht das Sigma 18-300 mm Objektiv immer wieder. Und, es ist irrsinnig praktisch wenn man zum Beispiel auf Reisen, ohne allzu großen Aufwand, kreativ sein will. Wer hätte das gedacht...